Kleines tiermedizinisches Lexikon


Zecken


Nicht nur für den Menschen, sondern auch für Hunde und Katzen sind Zecken durchaus gefährlich.
Die Zeckenzeit beginnt im Februar/März und endet im Oktober/November. April bis Juli gelten als die Zeiten höchster Aktivität.

Borreliose

Die im Darm der Zecken lebenden Bakterien werden durch die Blutmahlzeit aktiviert. In der Regel dauert es 24 Std. bis die Bakterien in den Wirt eindringen. Wird die Zecke innerhalb dieser Zeit sachgemäß entfernt, so liegt nur ein geringes Infektionsrisiko vor.
Im Gegensatz zum Menschen treten bei unseren Haustieren überwiegend allgemeine Krankheitserscheinungen auf, die leicht übersehen werden. Es handelt sich z.B. zum Fieber, Müdigkeit oder Leistungsabfall, Bewegungsunlust, Lahmheit, Abmagerung oder neurologische Ausfallerscheinungen.

FSME Frühsommer-Meningozephalitis

Dies ist eine Viruserkrankung. Der Virus ist in der Speicheldrüse der Zecke und wird bereits mit Beginn des Saugakts in den Wirt gebracht. Bei der FSME beherrschen hauptsächlich Ausfallerscheinungen das klinische Bild, sie betreffen Nerven und Gehirn. Es wird von Mattigkeit und Abgeschlagenheit berichtet, aber auch Übererregbarkeit und Schreckhaftigkeit können vorliegen.

Babesiose

Dies sind Einzeller, die sich in den roten Blutkörperchen vermehren und diese dabei zerstören. Diese Krankheit kommt in Deutschland selten vor. Sie ist jedoch in den Tropen, Subtropen, aber auch im mediterranen Raum verbreitet.
Auch hier sind hohes Fieber, gefolgt von Mattigkeit und Appetitlosigkeit die Anzeichen der Erkrankung. Dem Tierbesitzer kann eine dunkle Färbung des Urins auffallen.

Was können Sie tun?

Zur Vermeidung von Zecken kann z.B. ein zeckenwirksames Halsband verwendet werden. Hierbei ist jedoch zu beachten, daß das Halsband permanente Gifte ausschüttet, die sich über das Tier verbreiten. Diese Gifte werden beim Schmusen auf den Menschen übertragen. Eigentlich wäre es erforderlich, daß nach jedem Schmusen die Hände gewaschen werden. Sie können bei Ihrem Tierarzt wirksame Sprühmittel erwerben, mit denen das Fell des Tieres besprüht wird. Ihr Tierarzt wird Ihnen die Anwendung der Mittel genau erklären.

 

 

 

Sollten Sie nach dem Spaziergang dennoch Zeckenbefall feststellen, so sind diese sofort und sachgerecht mit einer Zeckenzange zu entfernern. Die Zange wird so weit wie möglich an der Bißverletzung angesetzt und die Zecke wird in leichter Drehung der Zange sachte herausgezogen. Achten Sie bitte darauf, daß der Kopf der Zecke entfernt wird. Keinesfalls sind Öl oder Klebstoff zur Entfernung zu verwenden. Im Todeskampf der Zecke werden sonst verstärkt Krankheitserreger in die Bißwunde abgegeben.
Manchmal bildet sich an der Bißstelle nach Entfernen der Zecke ein kleinerer Entzündungsherd, der in der Regel schnell wieder abklingt.

Tollwut

Diese wird durch den Rhabdo-virus übertragen. Die Infektion erfolgt über wildlebende Fleischfresser durch Biß oder Hautkontakt (Speichel).
Zu den tollwutgefährdeten Tierarten gehören neben den Füchsen Hunde, Katzen, Fledermäuse, aber auch Wild- und Weidetiere wie Rehe, Schafe und Rinder. Tollwutkranke Katzen und Hunde sind meist ungewohnt aggressiv. Sie leiden an einer Lähmung der Schluckmuskulatur und speicheln daher häufig. Im Falle der „stillen Wut" sind die Tiere teilnahmslos. Im weiteren Krankheitsverlauf kommt es dann zu Schluckbeschwerden, Speicheln, Lähmung des Unterkiefers und der Beine. Tollwut ist sehr gefährlich und gehört darum zu den anzeigepflichtigen Seuchen. An Tollwut erkrankte Tiere, aber auch Tiere ohne ausreichenden Impfschutz, die mit tollwütigen Tieren in Kontakt gekommen sind, müssen laut Tollwutschutzverordnung ausnahmslos getötet werden. Die Tollwutimpfung ist nur gültig, wenn sie mindestens 4 Wochen und höchstens ein Jahr vor der Berührung mit einem tollwutkranken bzw. seuchenverdächtigen Tier erfolgt ist. Auch wenn Sie Ihr Tier ins Ausland mitnehmen wollen, ist neben anderen von Land zu Land unterschiedlichen Bestimmungen eine gültige Tollwutimpfung unerläßlich.

Erstmals ist bei Ihrem Tier eine Grundimmunisierung erforderlich, d.h. Ihre Katze oder Ihr Hund muß frühestens ab der neunten Lebenswoche, mindestens zweimal im Abstand von vier Wochen gegen diese Krankheit geimpft werden. Nur die Grundimmunisierung mit anschließend jährlich einmaliger Auffrischungsimpfung bietet einen sicheren Schutz gegen diese sonst nur schwer bekämpfbaren Erkrankungen. Dabei ist natürlich darauf zu achten, daß Ihr Tier zum Impfzeitpunkt gesund ist.

Epilepsie bei Hund und Katze

Was ist Epilepsie?

Epilepsie gehört zur Gruppe der Anfallserkrankungen. Beim Tier zeigen sich die Anfälle als Muskelkrämpfe. Sie können als anhaltende Muskelanspannung oder als Schüttelkrämpfe auftreten. Gleichzeitig beobachtet man oft: Bewußtseinsverlust, Halluzinationen, Verhaltens- und Wesensänderungen, Harn- und Kotabsatz sowie Speicheln. Der Schweregrad kann sehr unterschiedlich ausgeprägt sein.

Man unterscheidet zwei Arten der Epilepsie:

Die primäre Epilepsie ist eine angeborene Krankheit. Sie tritt häufig bei Kleinpudelrassen, Beagles und Collies auf Die Tiere sind oft älter als zwei oder drei Jahre, wenn der erste Anfall beobachtet wird.
Die sekundäre Epilepsie ist nicht angeboren, sondern tritt in Folge von anderen Erkrankungen auf Ursache können Infektionskrankheiten wie Staupe sein. Aber auch andauernde Gehirnentzündungen und andere Krankheitsbilder können Auslöser für eine sekundäre Epilepsie sein.

Wie sieht das Krankheitsbild bei Hund und Katze aus?

Typisch ist, daß der Anfall plötzlich beginnt. Häufig erkennt Sie Ihr Tier nicht mehr und ist auch nicht mehr ansprechbar. Dem aufmerksamen Besitzer können folgende Anzeichen auffallen: Fliegenschnappen, Schwanzbeißen, Raserei, Angstzustände oder ähnliches. Die Tiere stürzen bisweilen unter Aufschreien nieder, der Körper verkrampft sich, es besteht Kiefersperre, die zu Zungenverletzungen führen kann. Nach einigen Sekunden bis wenigen Minuten entwickeln sich rhythmische Krämpfe und Ruderbewegungen von oft hoher Kraftentfaltung. Die Tiere kauen Speichel zu Schaum, sie lassen jammernde bis stöhnende Laute vernehmen, vielfach wird Urin oder Kot abgesetzt. Der Anfall dauert oft nur wenige Minuten, danach erschlafft der Körper, die Tiere liegen ruhig auf der Seite und erheben sich bald wieder. Häufig sind sie zunächst noch benommen, stoßen zum Teil an Gegenstände und sind noch nicht wieder ansprechbar, erholen sich aber bald. Die Krämpfe können aber auch länger andauern.
Nicht immer sind die Symptome in dieser typischen Form zu beobachten. Die Anfälle können wesentlich schwächer ausgeprägt, zum Teil nur angedeutet und flüchtig sein.

Wie erfolgt die Behandlung?

Für die Therapie werden Anti-Epileptika eingesetzt. Häufig handelt es sich um Barbiturate wie Phenobarbital. Wegen der geringen Giftigkeit und der langjährigen Erfahrung mit diesem Medikament eignet sich diese Substanz besonders gut für die Behandlung. Aber auch andere Medikamente können zum Einsatz kommen von Tier zu Tier individuell unterschiedlich und nach dem Ermessen des Tierarztes.
Das Phenobarbital wird über den Darmtrakt aufgenommen, über die Leber abgebaut und zum größten Teil über die Nieren ausgeschieden.
Bei Beginn der Therapie wird erst ein bis zwei Wochen nach Einsatz des Arzneimittels ein konstanter Wirkstoffspiegel erreicht. Während dieser Periode ist noch mit Anfällen zu rechnen. Anfängliche Nebenwirkungen sind Müdigkeit, Unlust, aber auch vermehrtes Fressen und Urinieren.
Alle Anti-Epileptika müssen regelmäßig, also als Dauertherapie, gegeben werden. In keinem Fall soll das Arzneimittel ohne Rücksprache mit dem Tierarzt plötzlich abgesetzt oder die Tagesdosis verändert werden, da auf diese Weise sehr oft besonders schwere Anfälle provoziert werden können. Auch bei einem gut eingestellten Patienten können noch mehrere Anfälle pro Jahr auftreten, die dann weniger schwer ablaufen.

WAS TRÄGT ZU EINER ERFOLGREICHEN THERAPIE BEI?

Was können Sie als Tierbesitzer tun?

·Die tägliche, von Ihrem Tierarzt eingestellte Medikamentendosis muß strikt eingehalten werden.
· Eine konsequente Beobachtung Ihres Tieres ist besonders wichtig. Bei erhöhter Anfallsfrequenz, aber auch beim Gegenteil, also bei Teilnahmslosigkeit ihres Tieres, sollten Sie unbedingt den Tierarzt aufsuchen. Auf keinen Fall dürfen Sie die Medikamentengabe ohne Rücksprache mit Ihrem Tierarzt reduzieren, erhöhen oder gar vollständig absetzen. Jede Veränderung der Therapie kann epileptische Anfälle auslösen.
· Tierarztbesuche in regelmäßigen Abständen tragen zur optimalen Überprüfung des Gesundheitszustandes und zur Therapiekontrolle Ihres Tieres bei. Diese Therapiekontrolle sollte alle drei Monate, mindestens aber alle sechs Monate erfolgen.
· Wenn Ihr Tier einen epileptischen Anfall bekommt: kühlen Kopf bewahren, beruhigend zusprechen und ihm helfen, den Anfall so gut wie möglich durchzustehen.

Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Tierarzt!

BSE

Welche Tiermehle dürfen in Heimtierfuttermitteln eingesetzt werden?

Nach geltendem Futtermittelrecht ist die Verwendung von Tiermehl und sonstigen tierischen Erzeugnissen zulässig. Aufgrund einer seit längerer Zeit bestehenden freiwilligen Vereinbarung der Heimtierfuttermittelindustrie werden grundsätzlich keinerlei Produkte von Tierkörperbeseitigungsanstalten in Heimtierfuttermitteln verwendet.

Kann Hunde- und Katzenfutter BSE-verseucht sein?

Grundsätzlich ja. Allerdings sind Hunde- und Katzen Fleischfresser und benötigen daher Fleisch und sonstige tierische Futtermittel zur gesunden Ernährung. Tiermehl wird nach Auskunft des zuständigen Verbandes nicht verwendet. Fragen Sie Ihren Händler, woher er das Futter bezieht und welche tierischen Bestandteile enthalten
sind.

Ist die Übertragung von BSE auf Hunde und Katzen möglich?

Bei Hunden wurden bisher keine Erkrankungen beobachtet, wohl aber bei Katzen in Großbritannien.

Darmparasiten

Tiere stecken sich, im Gegensatz zu den meisten Menschen, immer wieder unfreiwillig mit Band- Spul- und (seltener) Hakenwürmern an. Das liegt zum einen an ihrer Lebensweise: Tiere nehmen gelegentlich Kot von anderen Tieren auf, in dem sich Wurmeier befinden können. Ausscheidungen von Pflanzenfressern gelten oft sogar als "Delikatesse". Zum anderen haben - gerade freilaufende - Tiere häufig Kontakt zu Zwischenwirten, in denen sich Wurmstadien vermehren. Dazu zählen Flöhe, aber auch Nager und andere wildlebende Tiere. Ein, zuerst unbemerkter, Wurmbefall unserer Haustiere ist sehr häufig anzutreffen.

Obwohl Würmer in geringer Anzahl selten Beschwerden hervorrufen, können sie bei massivem Befall akute Probleme wie Darmverschluß, Blutverlust bis hin zur Blutarmut und im Extremfall sogar Todesfälle verursachen. Auch Menschen können gesundheitliche Schäden davontragen.

Der häufigste Parasitenbefall ist sicher der Fuchsbandwurm, der auch Hunde und Katzen befällt. Seine Eier finden sich auf ungewaschenen Waldbeeren oder Pilzen. Für Hunde und Katzen ist der Bandwurm zwar relativ ungefährlich, jedoch können sie zur Verbreitung der Eier beitragen. Nimmt ein Mensch oder ein anderer Zwischenwirt (Hase, Maus, Feldhamster o.ä.) diese Eier zu sich, entwickeln sich im Lebergewebe kleine, flüssigkeitsgefüllte Bläschen, die sich langsam ausbreiten.

Achten Sie deshalb auf eine regelmäßige Entwurmung Ihres Tieres, um es gar nicht erst zu gesundheitlichen Schäden an Ihnen oder Ihrem Tier kommen zu lassen. Sprechen Sie Ihren Tierarzt einmal auf die geeignete Entwurmung Ihres Tieres an.

Hier die drei häufigsten Wurmarten

Bandwurm: Benötigt stets einen Zwischenwirt zur Übertragung auf Hund oder Katze: Das können Flöhe sein, wie z.B. beim Hundebandwurm, der durch reiskorngroße Glieder im Kot oder Fell erkennbar ist. Es können aber auch Nager oder Eidechsen als Zwischenwirt dienen, wie im Fall des Fuchsbandwurmes: Er ist selten, aber die Eier davon können beim Menschen gefährliche Zysten verursachen. Wenn Ihr Tier Gelegenheit hat, Mäuse oder andere Zwischenwirte aufzunehmen, sollten Sie es auf jeden Fall regelmäßig gegen Bandwürmer behandeln.

Spulwurm: Vor allem bei Welpen ein Problem, die sich bereits im Uterus oder durch die Muttermilch anstecken können. Deshalb ist eine mehrmalige Entwurmung der Welpen und der tragenden bzw. säugenden Hündin erforderlich.

Hakenwurm: Hierzulande ist der Hakenwurm eher selten. Er kann allerdings den Menschen als "Fehlwirt" befallen und juckende, nässende Hautveränderungen hervorrufen. Der Hakenwurm wird bei der Entwurmung gegen Spulwürmer meist mit erfaßt.

Katzenkrankheiten

Die gesunde Katze hat ein glattes, glänzendes Fell und eine weiche, elastische Haut. Ihre Augen sind glänzend, die Nase feucht. Sie hat keinen Tränenfluß und ihre Ohren sind sauber. Die rektal gemessene Körpertemperatur beträgt im Durchschnitt 38,5 °C.

Katzenseuche (FiE)

Die Katzenseuche ist eine für Katzen sehr gefährliche Krankheit, die meist tödlich endet. Je jünger die Katze ist, um so aussichtsloser ist eine Behandlung.

Die Inkubationszeit beträgt 2 - 10 Tage. Erste Anzeichen sind: Verweigerung des Futters, Erbrechen und Durchfall, später wässrig und blutig. Die Katze trinkt sehr viel und lauert im fortgeschrittenen Stadium über dem Wassernapf, ohne zu trinken.

Katzenseuche ist unter Katzen sehr ansteckend. Das Virus kann bis zu zwei Jahre überleben. Die beste Bekämpung dieser Krankheit ist, wie meistens, die Vorsorge. Eine Impfung kann schon mit 6 - 8 Wochen erfolgen. Diese Impfung muß mit 12 Wochen wiederholt werden, wobei der Impfschutz nach 14 Tagen einsetzt. Die Impfung muß jährlich aufgefrischt werden.

Katzenschnupfen

Nicht jede Erkältung einer Katze ist der gefürchtete Katzenschnupfen, der auch tödlich ausgehen kann. Allerdings sind hier die Chancen für eine Heilung wesentlich besser als bei der Katzenseuche.

Erste Anzeichen sind Niesen und tränende Augen, deren Ausfluß später eitrig wird und die Augen zuschwellen läßt.

Bei Nichtbehandlung der Augen durch Salben oder Tropfen können sich Geschwüre auf der Hornhaut bilden, die eine spätere Beeinträchtigung des Sehvermögens zur Folge haben.

Da die Katze das Futter nicht mehr riechen kann, frißt sie auch sehr schlecht. Um ihre Atemwege freizuhalten, läßt man die Katze inhalieren. Dazu setzt man die Katze in einen Drahtkorb und stellt diesen 5 Minuten über eine Schüssel mit heißem Wasser und etwas Kamilleextrakt. Um die Dämpfe besser wirken zu lassen, legt man ein Handtuch über den Drahtkorb.

Im Alter von 3 - 4 Wochen kann ein Kätzchen gegen Katzenschnupfen geimpft werden. Diese Impfung muß nach 4 Wochen wiederholt und danach jährlich aufgefrischt werden.

Tollwut

Tollwut ist im Vergleich zu Katzenseuche und -schnupfen auch auf andere Tiere und den Menschen übertragbar. Gefährdet sind in der Regel nur Tiere mit Freigang. Aus diesem Grund ist eine Impfung solcher Katzen besonders wichtig.

Die Inkubationszeit beträgt 2 - 8 Wochen. Bei Ausbruch der Krankheit werden viele Katzen, nachdem sie sich zunächst zurückgezogen haben, aggressiv. Das ist deshalb gefährlich, weil Tollwut auch durch Bisse oder Kratzwunden übertragen werden kann. Der Krankheitsverlauf ist für das Tier immer tödlich.

Eine Schutzimpfung kann im Alter von 3 Monaten erfolgen, wobei zu beachten ist, daß der volle Impfschutz erst nach 4 Wochen besteht. Auch diese Impfung muß in jährlichen Abständen wiederholt werden.

Toxoplasmose

Auch diese Krankheit ist auf den Menschen übertragbar (besonders gefährlich für Schwangere). Jedoch haben die meisten Menschen durch Kontakt mit diesen Erregern bereits Antikörper gebildet.
Die Anzeichen für Toxoplasmose sind unterschiedlich (Durchfall, Erbrechen und Fieber). Oft werden unterschiedliche Organe geschädigt.
Der Ausbruch dieser Krankheit ist sehr selten. Eine Schutzimpfung gibt es nicht.

Fip, FiV und Leukose

Diese Krankheiten werden oft schon von der Katzenmutter an ihre Babys weitergegeben. Sie können durch einen Bluttest festgestellt werden.
Sollte dieser Test positiv ausfallen, bedeutet dies nicht zwingend den baldigen Tod der Katze. Sie kann damit noch Jahre leben. Erst bei Ausbruch sind diese Krankheiten tödlich. Der Ausbruch kann durch ein möglichst streßfreies Leben lange vermieden werden.

FiP (Feline infektiöse Peritonitis)

FiP ist durch direkten Kontakt mit anderen Katzen übertragbar.
Anzeichen sind Durchfall, Fieber und, obwohl die Katze gut frißt, Abmagerung. Im fortgeschrittenem Stadium füllt sich der Bauchraum mit Flüssigkeit (nasse Form).
Da bei der trockenen Form keine speziellen Symtome auftreten, kann man diese Art der FiP nur durch einen Bluttest feststellen.
Anmerkung: Seit einiger Zeit gibt es eine vorbeugende Impfung (durch die Nase). Diese muß nach 3 Wochen wiederholt werden. FiP-Viren werden durch übliche Desinfektionsmittel verläßlich abgetötet.

Leukose

Auch Leukose ist durch direkten Kontakt ansteckend.
Anzeichen sind üblicherweise Zahnfleischentzündungen, geschwollene Drüsen und später Geschwüre an den Lymphknoten. Viele der infizierten Katzen werden nicht älter als 2 Jahre, da diese Krankheit das Immunsystem nachhaltig schwächt. Kleinere Krankheitsschübe können bei entsprechender Behandlung überwunden werden.
Eine Schutzimpfung (nach 2 Bluttests innerhalb von eien Monat) ist möglich. Auch diese Impfung muß nach 3 - 4 Wochen wiederholt werden, danach jährlich.

FiV (Felines immunschwächendes Virus)

Diese Krankheit wird auch als "Katzen-Aids" bezeichnet.
Symptome sind Durchfall, hohes Fieber, Infektionen der Mundschleimhäute und der Haut, Gewichtsabnahme. Eine Ansteckung ist nur durch Bisse möglich. Eine Schutzimpfung gibt es nicht und eine Heilung ist bei Ausbruch der Krankheit nicht mehr möglich.