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Kleines tiermedizinisches Lexikon
Borreliose Die im Darm der Zecken lebenden Bakterien werden
durch die Blutmahlzeit aktiviert. In der Regel dauert es 24 Std. bis die
Bakterien in den Wirt eindringen. Wird die Zecke innerhalb dieser Zeit
sachgemäß entfernt, so liegt nur ein geringes Infektionsrisiko
vor. FSME Frühsommer-Meningozephalitis Dies ist eine Viruserkrankung. Der Virus ist in der Speicheldrüse der Zecke und wird bereits mit Beginn des Saugakts in den Wirt gebracht. Bei der FSME beherrschen hauptsächlich Ausfallerscheinungen das klinische Bild, sie betreffen Nerven und Gehirn. Es wird von Mattigkeit und Abgeschlagenheit berichtet, aber auch Übererregbarkeit und Schreckhaftigkeit können vorliegen. Babesiose Dies sind Einzeller, die sich in den roten Blutkörperchen
vermehren und diese dabei zerstören. Diese Krankheit kommt in Deutschland
selten vor. Sie ist jedoch in den Tropen, Subtropen, aber auch im mediterranen
Raum verbreitet. Was können Sie tun? Zur Vermeidung von Zecken kann z.B. ein zeckenwirksames Halsband verwendet werden. Hierbei ist jedoch zu beachten, daß das Halsband permanente Gifte ausschüttet, die sich über das Tier verbreiten. Diese Gifte werden beim Schmusen auf den Menschen übertragen. Eigentlich wäre es erforderlich, daß nach jedem Schmusen die Hände gewaschen werden. Sie können bei Ihrem Tierarzt wirksame Sprühmittel erwerben, mit denen das Fell des Tieres besprüht wird. Ihr Tierarzt wird Ihnen die Anwendung der Mittel genau erklären. |
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Sollten Sie nach dem Spaziergang
dennoch Zeckenbefall feststellen, so sind diese sofort und sachgerecht mit
einer Zeckenzange zu entfernern. Die Zange wird so weit wie möglich
an der Bißverletzung angesetzt und die Zecke wird in leichter Drehung
der Zange sachte herausgezogen. Achten Sie bitte darauf, daß der Kopf
der Zecke entfernt wird. Keinesfalls sind Öl oder Klebstoff zur Entfernung
zu verwenden. Im Todeskampf der Zecke werden sonst verstärkt Krankheitserreger
in die Bißwunde abgegeben. Manchmal bildet sich an der Bißstelle nach Entfernen der Zecke ein kleinerer Entzündungsherd, der in der Regel schnell wieder abklingt. Tollwut Diese wird durch den Rhabdo-virus übertragen.
Die Infektion erfolgt über wildlebende Fleischfresser durch Biß
oder Hautkontakt (Speichel). Erstmals ist bei Ihrem Tier eine Grundimmunisierung
erforderlich, d.h. Ihre Katze oder Ihr Hund muß frühestens
ab der neunten Lebenswoche, mindestens zweimal im Abstand von vier Wochen
gegen diese Krankheit geimpft werden. Nur die Grundimmunisierung mit anschließend
jährlich einmaliger Auffrischungsimpfung bietet einen sicheren Schutz
gegen diese sonst nur schwer bekämpfbaren Erkrankungen. Dabei ist
natürlich darauf zu achten, daß Ihr Tier zum Impfzeitpunkt
gesund ist. Epilepsie bei Hund und Katze Was ist Epilepsie? Epilepsie gehört zur Gruppe der Anfallserkrankungen. Beim Tier zeigen sich die Anfälle als Muskelkrämpfe. Sie können als anhaltende Muskelanspannung oder als Schüttelkrämpfe auftreten. Gleichzeitig beobachtet man oft: Bewußtseinsverlust, Halluzinationen, Verhaltens- und Wesensänderungen, Harn- und Kotabsatz sowie Speicheln. Der Schweregrad kann sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Man unterscheidet zwei Arten der Epilepsie: Die primäre Epilepsie ist eine angeborene
Krankheit. Sie tritt häufig bei Kleinpudelrassen, Beagles und Collies
auf Die Tiere sind oft älter als zwei oder drei Jahre, wenn der erste
Anfall beobachtet wird. Wie sieht das Krankheitsbild bei Hund und Katze aus? Typisch ist, daß der Anfall plötzlich
beginnt. Häufig erkennt Sie Ihr Tier nicht mehr und ist auch nicht
mehr ansprechbar. Dem aufmerksamen Besitzer können folgende Anzeichen
auffallen: Fliegenschnappen, Schwanzbeißen, Raserei, Angstzustände
oder ähnliches. Die Tiere stürzen bisweilen unter Aufschreien
nieder, der Körper verkrampft sich, es besteht Kiefersperre, die
zu Zungenverletzungen führen kann. Nach einigen Sekunden bis wenigen
Minuten entwickeln sich rhythmische Krämpfe und Ruderbewegungen von
oft hoher Kraftentfaltung. Die Tiere kauen Speichel zu Schaum, sie lassen
jammernde bis stöhnende Laute vernehmen, vielfach wird Urin oder
Kot abgesetzt. Der Anfall dauert oft nur wenige Minuten, danach erschlafft
der Körper, die Tiere liegen ruhig auf der Seite und erheben sich
bald wieder. Häufig sind sie zunächst noch benommen, stoßen
zum Teil an Gegenstände und sind noch nicht wieder ansprechbar, erholen
sich aber bald. Die Krämpfe können aber auch länger andauern.
Wie erfolgt die Behandlung? Für die Therapie werden Anti-Epileptika eingesetzt.
Häufig handelt es sich um Barbiturate wie Phenobarbital. Wegen der
geringen Giftigkeit und der langjährigen Erfahrung mit diesem Medikament
eignet sich diese Substanz besonders gut für die Behandlung. Aber
auch andere Medikamente können zum Einsatz kommen von Tier zu Tier
individuell unterschiedlich und nach dem Ermessen des Tierarztes. WAS TRÄGT ZU EINER ERFOLGREICHEN THERAPIE BEI? Was können Sie als Tierbesitzer tun? ·Die tägliche, von Ihrem Tierarzt eingestellte
Medikamentendosis muß strikt eingehalten werden. Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich
an Ihren Tierarzt! BSE Welche Tiermehle dürfen in Heimtierfuttermitteln eingesetzt werden? Nach geltendem Futtermittelrecht ist die Verwendung
von Tiermehl und sonstigen tierischen Erzeugnissen zulässig. Aufgrund
einer seit längerer Zeit bestehenden freiwilligen Vereinbarung der
Heimtierfuttermittelindustrie werden grundsätzlich keinerlei Produkte
von Tierkörperbeseitigungsanstalten in Heimtierfuttermitteln verwendet.
Kann Hunde- und Katzenfutter BSE-verseucht sein? Grundsätzlich ja. Allerdings sind Hunde- und
Katzen Fleischfresser und benötigen daher Fleisch und sonstige tierische
Futtermittel zur gesunden Ernährung. Tiermehl wird nach Auskunft
des zuständigen Verbandes nicht verwendet. Fragen Sie Ihren Händler,
woher er das Futter bezieht und welche tierischen Bestandteile enthalten
Ist die Übertragung von BSE auf Hunde und Katzen möglich? Bei Hunden wurden bisher keine Erkrankungen beobachtet, wohl aber bei Katzen in Großbritannien. Darmparasiten Tiere stecken sich, im Gegensatz zu den meisten Menschen, immer wieder unfreiwillig mit Band- Spul- und (seltener) Hakenwürmern an. Das liegt zum einen an ihrer Lebensweise: Tiere nehmen gelegentlich Kot von anderen Tieren auf, in dem sich Wurmeier befinden können. Ausscheidungen von Pflanzenfressern gelten oft sogar als "Delikatesse". Zum anderen haben - gerade freilaufende - Tiere häufig Kontakt zu Zwischenwirten, in denen sich Wurmstadien vermehren. Dazu zählen Flöhe, aber auch Nager und andere wildlebende Tiere. Ein, zuerst unbemerkter, Wurmbefall unserer Haustiere ist sehr häufig anzutreffen. Obwohl Würmer in geringer Anzahl selten Beschwerden hervorrufen, können sie bei massivem Befall akute Probleme wie Darmverschluß, Blutverlust bis hin zur Blutarmut und im Extremfall sogar Todesfälle verursachen. Auch Menschen können gesundheitliche Schäden davontragen. Der häufigste Parasitenbefall ist sicher der Fuchsbandwurm, der auch Hunde und Katzen befällt. Seine Eier finden sich auf ungewaschenen Waldbeeren oder Pilzen. Für Hunde und Katzen ist der Bandwurm zwar relativ ungefährlich, jedoch können sie zur Verbreitung der Eier beitragen. Nimmt ein Mensch oder ein anderer Zwischenwirt (Hase, Maus, Feldhamster o.ä.) diese Eier zu sich, entwickeln sich im Lebergewebe kleine, flüssigkeitsgefüllte Bläschen, die sich langsam ausbreiten. Achten Sie deshalb auf eine regelmäßige
Entwurmung Ihres Tieres, um es gar nicht erst zu gesundheitlichen Schäden
an Ihnen oder Ihrem Tier kommen zu lassen. Sprechen Sie Ihren Tierarzt
einmal auf die geeignete Entwurmung Ihres Tieres an. Hier die drei häufigsten Wurmarten Bandwurm: Benötigt stets einen Zwischenwirt zur Übertragung auf Hund oder Katze: Das können Flöhe sein, wie z.B. beim Hundebandwurm, der durch reiskorngroße Glieder im Kot oder Fell erkennbar ist. Es können aber auch Nager oder Eidechsen als Zwischenwirt dienen, wie im Fall des Fuchsbandwurmes: Er ist selten, aber die Eier davon können beim Menschen gefährliche Zysten verursachen. Wenn Ihr Tier Gelegenheit hat, Mäuse oder andere Zwischenwirte aufzunehmen, sollten Sie es auf jeden Fall regelmäßig gegen Bandwürmer behandeln. Spulwurm: Vor allem bei Welpen ein Problem, die sich bereits im Uterus oder durch die Muttermilch anstecken können. Deshalb ist eine mehrmalige Entwurmung der Welpen und der tragenden bzw. säugenden Hündin erforderlich. Hakenwurm: Hierzulande ist der Hakenwurm eher selten.
Er kann allerdings den Menschen als "Fehlwirt" befallen und
juckende, nässende Hautveränderungen hervorrufen. Der Hakenwurm
wird bei der Entwurmung gegen Spulwürmer meist mit erfaßt.
Katzenkrankheiten Die gesunde Katze hat ein glattes, glänzendes Fell und eine weiche, elastische Haut. Ihre Augen sind glänzend, die Nase feucht. Sie hat keinen Tränenfluß und ihre Ohren sind sauber. Die rektal gemessene Körpertemperatur beträgt im Durchschnitt 38,5 °C. Katzenseuche (FiE) Die Katzenseuche ist eine für Katzen sehr gefährliche Krankheit, die meist tödlich endet. Je jünger die Katze ist, um so aussichtsloser ist eine Behandlung. Die Inkubationszeit beträgt 2 - 10 Tage. Erste Anzeichen sind: Verweigerung des Futters, Erbrechen und Durchfall, später wässrig und blutig. Die Katze trinkt sehr viel und lauert im fortgeschrittenen Stadium über dem Wassernapf, ohne zu trinken. Katzenseuche ist unter Katzen sehr ansteckend.
Das Virus kann bis zu zwei Jahre überleben. Die beste Bekämpung
dieser Krankheit ist, wie meistens, die Vorsorge. Eine Impfung kann schon
mit 6 - 8 Wochen erfolgen. Diese Impfung muß mit 12 Wochen wiederholt
werden, wobei der Impfschutz nach 14 Tagen einsetzt. Die Impfung muß
jährlich aufgefrischt werden. Katzenschnupfen Nicht jede Erkältung einer Katze ist der gefürchtete Katzenschnupfen, der auch tödlich ausgehen kann. Allerdings sind hier die Chancen für eine Heilung wesentlich besser als bei der Katzenseuche. Erste Anzeichen sind Niesen und tränende Augen, deren Ausfluß später eitrig wird und die Augen zuschwellen läßt. Bei Nichtbehandlung der Augen durch Salben oder Tropfen können sich Geschwüre auf der Hornhaut bilden, die eine spätere Beeinträchtigung des Sehvermögens zur Folge haben. Da die Katze das Futter nicht mehr riechen kann, frißt sie auch sehr schlecht. Um ihre Atemwege freizuhalten, läßt man die Katze inhalieren. Dazu setzt man die Katze in einen Drahtkorb und stellt diesen 5 Minuten über eine Schüssel mit heißem Wasser und etwas Kamilleextrakt. Um die Dämpfe besser wirken zu lassen, legt man ein Handtuch über den Drahtkorb. Im Alter von 3 - 4 Wochen kann ein Kätzchen
gegen Katzenschnupfen geimpft werden. Diese Impfung muß nach 4 Wochen
wiederholt und danach jährlich aufgefrischt werden. Tollwut Tollwut ist im Vergleich zu Katzenseuche und -schnupfen auch auf andere Tiere und den Menschen übertragbar. Gefährdet sind in der Regel nur Tiere mit Freigang. Aus diesem Grund ist eine Impfung solcher Katzen besonders wichtig. Die Inkubationszeit beträgt 2 - 8 Wochen. Bei Ausbruch der Krankheit werden viele Katzen, nachdem sie sich zunächst zurückgezogen haben, aggressiv. Das ist deshalb gefährlich, weil Tollwut auch durch Bisse oder Kratzwunden übertragen werden kann. Der Krankheitsverlauf ist für das Tier immer tödlich. Eine Schutzimpfung kann im Alter von 3 Monaten
erfolgen, wobei zu beachten ist, daß der volle Impfschutz erst nach
4 Wochen besteht. Auch diese Impfung muß in jährlichen Abständen
wiederholt werden. Toxoplasmose Auch diese Krankheit ist auf den Menschen übertragbar
(besonders gefährlich für Schwangere). Jedoch haben die meisten
Menschen durch Kontakt mit diesen Erregern bereits Antikörper gebildet.
Fip, FiV und Leukose Diese Krankheiten werden oft schon von der Katzenmutter
an ihre Babys weitergegeben. Sie können durch einen Bluttest festgestellt
werden. FiP (Feline infektiöse Peritonitis) FiP ist durch direkten Kontakt mit anderen Katzen
übertragbar. Leukose Auch Leukose ist durch direkten Kontakt ansteckend.
FiV (Felines immunschwächendes Virus) Diese Krankheit wird auch als "Katzen-Aids"
bezeichnet.
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