Eine zweite Chance für Legehenner

Unterstützung der Aktion "Rettet das Huhn"

Über eine halbe Milliarde Hühnerküken schlüpfen jährlich irgendwo in Deutschland in einem Brutschrank aus ihrem Ei. Während fast alle männlichen Küken der Legehennenrassen unmittelbar nach dem Schlupf durch Vergasen oder Schreddern getötet werden, fristen die weiblichen Tiere  anschließend als Legehennen ein trauriges Leben. Auch wenn die Haltung in Legebatterien, wo jedem Huhn gerade einmal 550 Quadratzentimeter zur Verfügung standen, bereits seit 1999 in Deutschland verboten ist, sind die Haltungsbedingungen in Legebetrieben seither nicht viel besser geworden. So teilen sich in der ausgestalteten Käfighaltung nun 20 bis 60 Hühner einen Käfig, in dem jeder Henne nur 800 Quadratzentimeter Fläche zur Verfügung stehen müssen. Ungefähr einen Bierdeckel mehr Platz als zuvor und nach wie vor viel zu wenig Raum, um elementare Verhaltensweisen auszuleben.

Manche Legerassen bringen es auf bis zu 300 Eier im Jahr mit katastrophalen gesundheitlichen Auswirkungen für das einzelne Tier, das durch einen veränderten Tag- und Nachtrhythmus zu einer derart absurden Leistung „gezwungen“ wird. Wenn dann die Legeleistung im Verhältnis zum Futterverbrauch nachlässt – das ist zumeist schon nach nur einem Jahr der Fall – sind die Hennen für den Geflügelhofbetreiber nicht mehr rentabel. Sie werden ausgestallt und durch Jungtiere ersetzt. Für die meisten von ihnen bedeutet dies das sichere Ende – als Suppenhuhn oder im Hunde- und Katzenfutter.
Über die Aktion “Rettet das Huhn”, die das Ziel hat,  so viele ehemalige Legehennen wie nur irgend möglich vor dem Tod im Geflügelschlachthof zu bewahren, sind nun erstmals im April 2013 elf ehemalige Legehennen in unseren Hühnerstall umgezogen. Die Tiere waren in einem erbärmlichen Zustand, hatten kaum noch Federn am Leib, verkrüppelte Beine und wunde Fußballen. Nun erholen sie sich von ihrem traurigen Leben, werden aufgepäppelt und haben erstmals Gelegenheit, an der frischen Luft zu scharren und im Sand zu baden. Unser stolzer Hahn "Heinrich" ist auch dabei und paßt auch bestens auf seine 11 Damen auf. 

 

Natürlich können wir nicht alle Legehennen befreien... aber jedes gerettete Tierleben zählt! Darüber hinaus möchte der Rostocker Tierschutzverein mit der Aktion ein Zeichen setzen und auf das große Leid der Tiere in der Nutztierhaltung aufmerksam machen. Denn jeder Verbraucher hat mit seiner Kaufentscheidung die Macht, gegen die qualvollen Haltungsformen anzugehen.

 

Bei Interesse an den Hühnern wenden Sie sich bitte per Mail an uns. info@tierheim-schlage.de 

Unsere Hühner kurz nach ihrer Ankunft bei uns im Tierheim...

So sehen unsere Hühner heute aus...

nicht zu vergessen wäre auch unser stolzer Hahn "Heinrich"

12.01.2014 - Übernahme von 100 Hennen 
Wir haben nun schon zum dritten Mal ehemalige Legehennen bei uns im Tierheim aufegnommen. Damit unterstützen wir die Aktion "Rettet das Huhn". Ganze 100 Hennen haben wir am 12. Januar in Hamburg in Empfang genommen. Nach einem kurzen Snack, haben die Tiere ihre Reise in unsere Richtung fortgesetzt. Unterwegs haben bereits einige Hühnerfreunde, welche den ehemaligen Hochleistungshennen ein Zuhause bieten möchten, ihre Tiere in Empfang genommen. Voraussetzung für eine Vermittlung: Die Hühner dürfen nicht geschlachtet werden und müssen natürlich artgerecht gehalten werden. 
Nun haben wir noch etwa 40 ehemalige Legehennen zur Vermittlung bei uns. Bei ernsthaften Interesse melden Sie sich bitte bei uns im Tierheim. Am besten mit Angabe Ihrer Telefonnummer per Mail unter info@tierheim-schlage.de.  

Bilder von unseren glücklichen Hühnern frisch vermittelt